Riviera Maya

Die mexikanische Riviera Maya ist bekannt für ihre Traumstrände, umspült vom türkisfarbenen Meer der Karibik. Die bekanntesten Urlauberzentren sind Cancún und Playa del Carmen. Weniger bekannt und damit weniger überlaufen sind die Insel Holbox im äußersten Norden der Halbinsel Yucatán sowie die Strände zwischen Tulum und Sian Kaan.
Holbox ist eine kleine Insel, die sich noch das typische Flair eines kleinen Fischerdorfes erhalten hat. Schneeweiße Sandstrände, kleine familiäre Eco-Ressorts und die bunten Holzhäuschen der Einheimischen prägen das Bild der Insel. Holbox ist ideal zum Ausspannen, weitab vom lebhaften Cancún. Viele Besucher kommen zwischen Juli und September, um die Walhaie zu bestaunen, die sich in diesen Monaten in den Gewässern vor Holbox aufhalten. Ein besonderes Erlebnis ist es, mit den ungefährlichen, Plankton fressenden Walhaien zu schwimmen und diese in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.
Cancún ist ein quirliges Touristenzentrum mit einer 22 km langen Hotelzone auf der vorgelagerten Insel. Luxuriöse Ressorts reihen sich hier an den weißen Sandstränden aneinander. Cancún ist amerikanisch geprägt, Restaurant- und Freizeitangebote sind auf den amerikanischen Markt zugeschnitten. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den archäologischen Stätten von Chichen Itzá, Uxmal und der Kolonialstadt Mérida.

Europäische Touristen fühlen sich eher in dem kleineren Ort Playa del Carmen wohl. Zahlreiche kleine Restaurants, Bars und Geschäfte reihen sich in der Flaniermeile 5. Avenida aneinander. In der Hotelzone Playacar reihen sich die zahlreichen All-Inclusive-Hotels am herrlichen Sandstrand aneinander.

Tulum ist noch ein beschaulicher Ort mit ursprünglichen Flair. In der Nähe des Ortes wurden in den letzten Jahren riesige Hotelkomplexe erbaut. In Tulum befindet sich auch die gleichnamige Ausgrabungsstätte, die direkt auf den Felsklippen erbaut, einen atemberaubenden Blick auf die türkisfarbene Karibik bietet.

Sian Kaan, südlich von Tulum auf einer Landzunge gelegen, ist ein Naturschutzgebiet, in dem man zahlreiche Vogelarten, freilebende Seekühe (Manaties) und Delphine beobachten kann.

All die Naturschönheiten in diesem Landstrich können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Natur zunehmend Schaden erleidet und zugunsten von Hotelneubauten geopfert wird. Viele Mangrovenwälder wurden vernichtet, Sümpfe trockengelegt und das dichte Dschungel-Hinterland abgeholzt. Dies ist ein Grund dafür, dass Hurrikans starke Schäden an der Infrastruktur hinterlassen, da die schützenden Mangrovenwälder vernichtet wurden.